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Geschichte

Hap Ki Do

Hap bedeutet allumfassend; "Harmonie" (zwischen Körper und Geist)
Ki für die Kraft/Energie und
Do für den Weg.

Hap Ki Do wurde von Choi Yong-Sul konzipiert, nachdem er während der japanischen Besetzung Koreas wie auch Ueshiba Morihei (dem Begründer des Ai Ki Do) unter Takeda Sokaku angeblich das japanische Daito-Ryu Aiki JuJutsu in Japan studierte. Nach seiner Rückkehr nach Korea nannte er seine Kampfkunst, die er erlernt hatte, Yawara. GM Choi änderte den Namen seiner Kampfkunst des öfteren. Seine Schüler gründeten später eigene Stile mit eigenen Benennungen, die die Prinzipien gemeinsam haben, sich aber im Detail unterscheiden. Der Begriff "Hap Ki Do" wurde erstmals von Ji Han-jae in den späten 60ern des letzten Jahrhunderts verwendet. Erst nach der Beendigung des Koreakrieges wurde das Hap Ki Do der westlichen Öffentlichkeit zugänglich. Zwischenzeitlich hat die Kampfkunst auch ihren Weg auch nach Europa gefunden und gewinnt hier immer mehr begeisterte Anhänger.

Foto: Choi Yong-Sul Foto: Ueshiba Morihei
Foto: Choi Yong-Sul Foto: Ueshiba Morihei

Hap Ki Do ist eine koreanische Selbstverteidigung, die dem japanischen Ai Ki Do in Teilbereichen sehr ähnlich ist. Weiterhin werden Elemente aus den modernen Schlag- und Tritt-Systemen (z. B. Taek Won Do, Dang Su Do) verwendet. Hap Ki Do arbeitet vornehmlich nach dem zirkulären Prinzip. Würfe, Hebel, Tritte, Nervendruckpunkttechniken und defensive Verteidigungstechniken werden aus der Drehung im Kreis ausgeführt. Angriffe werden nicht geblockt, sondern in einer kreisförmigen Bewegung zum Ursprung zurückgeleitet (eine Stilrichtung: Hwal Moo Hap Ki Do --> Hwal Moo = Kunst des Drehens).

Hap Ki Do ist eine Kampfkunst, die primär aus Abwehrtechniken besteht. Der Schüler lernt zuerst Abwehrmethoden, Hebeltechniken und Würfe auf verschiedenste Angriffe kennen. Als eigene Angriffe werden Tritt- und Schlagtechniken gelehrt. Schlag-, Tritt- und Waffenabwehr sind im Hap Ki Do auch enthalten. Techniken mit Waffen (Kurzstock, Messer, Langstock, Schwert, Fächer und weitere Waffen) werden erst relativ spät gelehrt.

Hap Ki Do ist als Selbstverteidigung gedacht, deswegen gibt es auch keine professionellen Wettkämpfe. Es gibt verschiedene Hap Ki Do - Stile, welche sich in der Philosophie unterscheiden. In den meisten Stilen wird der kämpferische Aspekt der Selbstverteidigung als wichtig erachtet, es gibt aber auch Stilrichtungen, in welchen das Miteinander in der Gemeinschaft im Vordergrund steht.

Beim Hap Ki Do gibt es 9 Kup- und 10 Dan-Grade.

Wer sich genauer mit der Geschichte des Hap Ki Do beschäftigen möchte, findet unter www.tom-kuki-rhee.de/kuki-won/Burdick-HKD_web.html weiteren Lesestoff.

Jun Do Hap Ki Do

Großmeister Cho, Seong-Ha

Jun Do Hap Ki Do ist ein modernes Selbstverteidigungssystem, welches durch langjährige Erfahrung von Großmeister Cho, Seong-Ha entwickelt und modifiziert wurde und sich im besonderen durch seine effizienten Techniken auszeichnet. Die Grundprinzipien des Hap Ki Do werden nicht geändert; lediglich wird im Jun Do Hap Ki Do ein zusätzliches Prinzip auf Um & Yang beruhend hinzugefügt, so dass sich harte und weiche Elemente gegenseitig ergänzen.

Das Jun Do Hap Ki Do verzichtet auf starre Abwehrtechniken, die in vielen Kampfkünsten und Sportarten vorkommen und setzt statt dessen auf Techniken die in "natürlicher" Art und Weise eingesetzt werden. Es wird darauf wertgelegt, dass die Techniken eine maximale Effektivität erzielen. Somit liegt der Schwerpunkt in der Widerspiegelung realer Selbstverteidigungssituationen,deren Beherrschung für jede Frau und jeden Mann leicht und problemlos ist.

Jun Do Hap Ki Do ist insbesondere durch spezielle Programme zur Ausbildung von Security-Personal, Polizei und Bundesgrenzschutz geeignet.

Am Anfang wird auf die Ertüchtigung des Körpers eingegangen, das heißt, Konstitution, Kondition, Gleichgewichtsinn und Agilität werden verbessert und gesteigert. Zur Reifung der Physis wird nun im Jun Do Hap Ki Do großer Wert auf das Mentaltraining gelegt,denn der Schüler sollte durch langjähriges Training in der Lage sein, sein Ego zu beherrschen. Um einen Gegner zu besiegen, benötigt man die körperliche Stärke. Um sich selbst zu besiegen, benötigt man die geistige Stärke, das ist die wahre Stärke!