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Regeln

Beim Kickboxen wird mit Händen, Schienbeinen und Füßen gekämpft. Das Clinchen ist hier verboten.

Kampfzeit:

D: 2 x 2 min
C: 3 x 2 min
B: 5 x 2 min
A: Deutsche Meisterschaft: 7 x 2 min
Europameisterschaft: 8 x 2 min
Weltmeisterschaft: 10 x 2 min

Bekleidung bzw. Ausrüstung:

*Tief- und Mundschutz sowie Handschuhe sind immer vorhanden

Die Disziplinen:

Das moderne Kickboxen wird zur Zeit in den folgenden drei Wettkampfdisziplinen ausgetragen:

Semikontakt (Semi-Contact Kick-Boxing)

Diese Disziplin ist gleichzeitig die älteste Form des Kickboxens. Sie ist noch stark mit der Wettkampfform des Karate und Tae Kwon Do verwandt. Die Techniken dürfen nur mit leichtem Kontakt ausgeführt werden und müssen - vor allem am Kopf - kontrolliert werden. Der Kampf wird von einem Hauptkampfrichter und zwei Seitenkampfrichtern geleitet. Nach jedem Treffer unterbricht der Hauptkampfrichter das Kampfgeschehen und gibt die Wertung für den Treffer bekannt. Dabei werden Faust- und Fußtechniken zum Körper und Fausttechniken zum Kopf jeweils mit einem Punkt, Fußtreffer zum Kopf mit zwei Punkten und gesprungene Fußtreffer zum Kopf mit drei Punkten honoriert. Die Punkte werden auf einer Punkttafel angezeigt, die sich auf dem Kampfrichtertisch befindet. Semikontakt erfordert ein hohes technisches Können, Geschicklichkeit, Ausführungs- und Reaktionsschnelligkeit und - zwecks Kontrolle der Treffer - ein gutes Auge. Das spielerische Element steht hierbei im Vordergrund. Da keine sehr starke Kondition erforderlich ist, kann diese Disziplin von eher vielen ausgeübt werden.

Weil der Kampf jedoch ständig unterbrochen wird, können sich die Kämpfer kein echtes Konzept zurechtlegen. Das taktische Element wird dadurch stark eingeschränkt. Darüber hinaus ist der Kämpfer mit so genannten "hohen Beinen" (jemand, der hoch kicken kann) im Vorteil.

Vollkontakt (Full-Contact Kick-Boxing)

Die Techniken dürfen im Vollkontakt mit vollem Kontakt - also voller Kraft - ausgeführt werden. Bei den ersten Vollkontaktturnieren wurde noch nach jedem Treffer gestoppt und die Wertung angezeigt. Dieses änderte sich jedoch sehr schnell. Heute wird der Kampf nur noch bei Regelwidrigkeiten oder Verletzungen unterbrochen.

Wie beim klassischen Boxen wird der Vollkontakt in einem Boxring ausgetragen. Geleitet wird er vom Ringrichter und bewertet von drei Punktrichtern, die ihre Wertungen auf Punktzetteln notieren. Wie beim Amateurboxen wird der Kampf in seiner Gesamtheit bewertet: Dies bedeutet, dass nicht nur Treffer in der Bewertung ihren Niederschlag finden, sondern auch Kondition, Effizienz, das technisch-taktische Verhalten und Fairplay. Das gesamte Verhalten des Kämpfers im Ring wird also beurteilt.

Der Vollkontaktler braucht eine phantastische Kondition in allen Bereichen. Außer Schnellkraft, Ausdauer und allen anderen konditionellen Fähigkeiten erfordert Vollkontakt auch starken Willen, Mut und Entschlossenheit und nicht zuletzt eine 
ausgeprägte kämpferische Intelligenz. Der Faktor Taktik spielt in dieser Disziplin eine entscheidende Rolle. Wegen der hohen Anforderungen ist Vollkontakt wohl Elitekämpfern vorbehalten.

Leichtkontakt (Light-Contact Kick-Boxing)

Diese Disziplin ist sozusagen der jüngste Spross der Familie. Hier wird genauso wie beim Vollkontakt gekämpft; es darf aber nur mit leichtem Kontakt getroffen werden. Bewertet wird der Kampf wie beim Vollkontakt.

Das Leichtkontakt-Kickboxen vereinigt die Vorteile der beiden anderen Disziplinen in sich, weist aber nicht deren Nachteile auf. Diese Disziplin hat somit alle Aussicht, das Kickboxen der Zukunft zu werden.

Kickboxen mit Lowkicks (Kick-Boxing with lockkicks)

Diese Disziplin entspricht dem des Vollkontakts. Zusätzlich sind Lowkicks (Tritte auf die Beine) und Spinning Backfist (gedrehte Schläge mit dem Handrücken) erlaubt.


Für weiterführende Informationen hierzu verweisen wir auf das Regelwerk des WKN.